Evangelisch-Lutherische
Kirchengemeinde Roth

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Die Stadtkirche Roth

Der Ursprung der Rother Stadtkirche liegt im Dunkeln. Zwar wird in der ersten urkundlichen Erwähnung des Ortes "Rot" in einer Urkunde des Bischofs Gundekar II. von Eichstätt im Jahre 1060 eine Kirchenweihe erwähnt, doch kann man nicht feststellen, ob diese mit der heutigen Stadtkirche identisch ist. Bei der Nennung einer Glocke in der Kirche "Beatae Mariae Virginis" handelt es sich dagegen höchst wahrscheinlich um den Bau am heutigen Kirchplatz, dem höchsten Punkt der damaligen Stadt. Seine heutige Form erhält das Langschiff im Rahmen einer großen Erweiterung in den Jahren 1508-1511. Der gotische Turm wird ebenso wie der gewölbte Chor beibehalten. Die Arbeiten stehen unter der Leitung des markgräflichen Baumeisters Endres Embhardd.J. aus Ansbach. Das Weihejahr ist noch heute über dem nördlichen Seiteneingang eingemeißelt zu sehen.

Bei der größten Brandkatastrophe Roths im Jahr 1878 brennt der Kirchturm völlig aus. Er wird durch einen neuen ersetzt, der 1885 fertiggestellt ist. Im Jahr 1977 findet eine große Innenrenovierung statt. Dabei werden zahlreiche Gruften entdeckt; bis zur Auslagerung des Friedhofs am Anfang des 17. Jahrhunderts war rings um die Kirche der "Kirchhof", die Begräbnisstätte der Rother Verstorbenen. Die aufgefundenen Grabsteine und Epitaphien aus damaliger Zeit werden sichtbar aufgestellt, die Gruften wieder verschlossen. Später wird auch die Außenfassade renoviert. Dabei werden die äußeren Treppenaufgänge zu den Emporen abgebrochen. Die Gesamtmaßnahme ist 1985 abgeschlossen. Die jüngste Innenrenovierung sowie eine Neueindeckung des Daches fanden 2010/2011 statt.

Erwähnenswert ist die im Jahre 1977 von der Firma E.F.Walcker erbaute Orgel, die 1994 von der Orgelbaufirma Gerhard Schmid (Kaufbeuren) erweitert und mit Schleierbrettern versehen wurde. Dabei erhielt sie einen neuen, nun vorgezogenen Spieltisch mit drei Manualen und eine elektrische Registertraktur mit Setzeranlage sowie spanische Trompeten und Zimbelstern. Der Tischaltar, die beiden Lesepulte sowie Taufstein und Osterleuchter stammen von Reinhart Fuchs, der in Untersteinbach ob Gmünd seine Werkstatt hatte. Provokant ist das seitlich stehende Triptychon aus Holz und Schmiedeeisen. "Dem Leiden ein Gesicht geschmiedet" hat mit dieser Kreuzigungsgruppe der Winkelheider Schmiedemeister Hans Hahn.

 

In der Stadtkirche werden an Sonn- und Feiertagen um 10 Uhr Gottesdienste gefeiert. Dazu kommen Wochengottesdienste und Andachten in der Advents- und Passionszeit sowie ökumenische Gottesdienste. Freitags um 18 Uhr findet das Friedensgebet statt und Montags trifft sich die Jugend zur Jugendandacht "Silence" um 18:00 Uhr. Die Kirchenmusik mit ihren zahlreichen Orgel-, Chor- und Orchesterkonzerten hat in der Stadtkirche mit deren ausgezeichneter Akustik ihre Heimat gefunden.Gelegentlich finden hier auch andere Veranstaltungen statt, z.B. Vorträge am Reformationstag, religiöse Schauspiele und Ausstellungen wie Marc Chagalls "Bilder zur Bibel" im Frühjahr 2002.

        

       

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Die Kreuzkirche Roth

Die Kreuzkirche verdankt ihre Entstehung der Anlage eines neuen Friedhofs außerhalb der Stadt, die der damalige Oberamtmann durch eine Grundstücksschenkung im Jahre 1533 ermöglichte. Eine erste Kapelle erwies sich bald als ungenügend. So wurde 1625 in mehrmonatiger Bauzeit die neue Kirche erstellt: Grundsteinlegung war im Mai, die Weihe fand bereits am zweiten Adventssonntag statt.

Durch den 30jährigen Krieg wurde sie arg hergenommen. Erst ab 1657 konnten neben den Beerdigungsgottesdiensten auch alljährliche Kirchweihgottesdienste gefeiert werden.

Besonders im 18.Jahrhundert erfolgten zahlreiche Reparatur- und Erweiterungsarbeiten, denen 1869 eine gründliche Renovierung folgte sowie der Einbau einer ersten Orgel. Bei der Generalsanierung 1971/72 wurde auch eine neue Orgel eingebaut. Seither werden sonn- und feiertags um 8 Uhr die Frühgottesdienste gefeiert.

Die letzte grundlegende Sanierung im Jahr 2012 wurde erforderlich, weil Feuchtigkeitsschäden durch das undichte Dach entstanden waren. Neben der vollständigen Dacherneuerung und dem Einbau einer Drainage wurde dabei auch die Stufe am Zugangsbereich zum Friedhof entfernt und damit die ursprüngliche Form des Eingangsbereichs wieder hergestellt.

      

 

Die Dorfkirche Bernlohe

Die Ortschaften Bernlohe, Unter- und Oberheckenhofen und Untersteinbach gehören mit ca. 450 Gemeindegliedern zur Kirchengemeinde Roth. Mittelpunkt ist die 1955 gebaute Dorfkirche in Bernlohe mit dem 1984 erbauten kleinen Gemeindehaus. Die wunderschöne Lage der Dorfkirche mit dem Freigelände lädt ein zum Rasten für Leib und Seele.

Deshalb wird sie demnächst eine offene Kirche und eine Radwegekirche werden, geöffnet von Mai bis Oktober von 9-18 Uhr. Ein kleiner Rastplatz wird angelegt, in der Kirche besteht die Möglichkeit, eine Kerze anzuzünden, ein Schriftentisch lädt zum Schmökern ein mit Stärkungen für unterwegs. Im Gemeindehaus wird ein WC und ein Wasseranschluss zugänglich sein.

Die Eröffnung als Radwegekirche ist für das Jahr 2021 geplant, wenn es die aktuelle Corona-Situation erlaubt.

Gottesdienste finden sonntags entweder vierzehntägig oder monatlich um 9.30 Uhr statt, je nach Kirchenjahreszeit, im Sommer auch als Freiluftgottesdienste.

Der Ortsbeirat Bernlohe ist ein Bindeglied zwischen dem Gemeindeteil Bernlohe und dem Kirchenvorstand Roth. Dort werden alle wichtigen Angelegenheiten den Gemeindeteil Bernlohe betreffend besprochen.

Ansprechpartnerin: Pfarrerin Elisabeth Düfel, Tel. 09171 8258026 oder 0170 2094456 oder das Pfarramt Roth, Tel. 09171 – 9714 0.

Weitere Informationen: Die Dorfkirche liegt am fränkischen Wasserradweg und wird so Teil des Radwegekirchennetzes auf EKD-Ebene (Evangelische Kirche in Deutschland), Informationen dazu sind hier zu finden: www.radwegekirchen.de.