Evangelisch-Lutherische
Kirchengemeinde Roth

 

Liebe Besucherinnen und Besucher,

 

die Internetseiten unserer Kirchengemeinde sind umgezogen. Ab sofort finden Sie unseren technisch und inhaltlich überarbeiteten Internetauftritt unter der neuen Adresse

www.roth-evangelisch.de

 

Die Seiten der Kirchengemeinde Pfaffenhofen sind weiterhin unter der Adresse

www.evang-kirche-pfaffenhofen.de

aufrufbar.

Es ist der heimliche Star unter den Engeln: Das Christkind. Aber wer weiß schon, woher das Christkind kommt? Man mag es kaum glauben, aber wieder einmal hat Martin Luther seine Hände im Spiel. Er erfand den „Heiligen Christ“ als Gegenstück zur Nikolausverehrung, die er ablehnte. So hielt er 1527 am Nikolaustag eine Predigt, in der er die Legende vom Nikolaus aus Myra als ein „kindisch Ding“ ablehnte. Luther selbst versuchte mit dem „Heiligen Christ“ dagegen zu halten. Er sah darin nicht das neugeborene Jesuskind.  Vielmehr leitete er diese Figur aus damals schon üblichen Krippen- und Weihnachtsspielen ab, in denen meist Mädchen eine Art himmlischen Helfer in engelsähnlicher gestalt spielten. Aus diesem „Heiligen Christ“ verselbständigte sich im Volksglauben bald das Christkind.  Damit war aber auch das Durcheinander besiegelt, das wir bis heute von Pelzmärtel bis Christkind erleben. Nichts Neues, denn auch in der Lutherfamilie feierte man immerhin noch 1535 mit „Niclasgeschenken“. Seis drum, beim Christkind leuchten die Kinderaugen und die „Großen“ werden daran erinnert, dass eine frohe Friedens-Botschaft diese Welt nicht nur in der Adventszeit erfüllen möchte.
Pfarrer Joachim Klenk

Was ist mein Traum für eine wohltuende Kirchengemeinde? Eine Diskussion in der Stadtkirche versuchte, den inneren Wünschen auf die Spur zu kommen. Manche wünschen sich eine lebendige Diskussionskultur, andere eine wesentlich moderneres Auftreten im Internet, die meisten wünschen sich jedoch „Kirchengemeinde als wohltuenden Ort". Anlaufpunkt. Kompetenzgeber in seelsorgerlichen Fragen. Motivator biblischen Geschichten auf den Grund zu gehen und Bedeutungen für heute zu erlangen. Raum der Stille und des lebendigen Miteinanders.

Gut, dass wir Evangelischen gewohnt sind, unterschiedliche Meinungen zu benennen und manchmal auch auszuhalten.

„Das war wie an Weihnachten“, bemerkte eine Beobachterin der Landeskirche. Sie war extra nach Roth gekommen, um die Eröffnung des neuen Gemeindeentwicklungsprojektes FiS am Reformationstag mitzuerleben. Im Festgottesdienst, bei dem unsere Kinder zu Anfang dabei und später in den Kindergottesdienst „auszogen“, erlebte sie mit mehr als 400 Gottesdienstbesuchern und über 300 Abendmahlsteilnehmern eine mehr als volle Stadtkirche mit selbstbewussten und sangesfreudigen Rothern. „Die Rother haben die Stadtkirche heute gerockt“, meinte ein Mitte Vierziger, der erstmals seit Jahren wieder in einem Gottesdienst war. So wie er kamen Gäste aus mehreren anderen christlichen Gemeinden und Kirchen, aus Politik und Gesellschaft. Eine Ehre und ein Auftrag zugleich. Denn gefeiert werden sollte gemeinsam, ökumenisch ausgerichtet, mit klarem Blick für Verfehlungen in der Vergangenheit, aber auch mit sichtbarer Freude über die großen Geschenke Luthers und seiner Weggefährten. Keine Glorifizierung, sondern die Frage nach dem Weg in die Zukunft sollte den Gottesdienst prägen. Diesen Festgottesdienst zum 500-jährigen Reformationsjubiläum gestalteten Kirchenvorsteherinnen, Ehrenamtliche, Hauptamtliche, geladene Gäste, die Kantorei, der Posaunenchor mit viel Kreativität gemeinsam. Elemente aus der Zeit Luthers wurden genauso dargeboten, wie liturgische Bausteine aus der Gegenwart und solche mit Anklängen für die Zukunft. Dafür sei herzlich gedankt. Die Festpredigt hielten erstmals die Rother Pfarrer/innen gemeinsam und machten damit deutlich, dass sie gewillt sind, miteinander im Team zu wirken und sich die Bälle des Evangeliums immer wieder neu zuzuspielen. Im Anschluss an den Festgottesdienst wurde das Gemeindeentwicklungsprojekt FiS feierlich eröffnet. Die sich anschließende Angebote in und um die Stadtkirche besuchten über 700 Menschen. Für einen Feiertag in der Ferienzeit ein starkes Zeichen evangelischer Identität.

Den ausführlichen Bericht von Steffi Graff in der Ausgabe der RHV vom 2. Nov. 2017 mit vielen weiteren Fotos finden Sie unter Nordbayern.de!

Team Öffentlichkeitsarbeit 

Die Tage werden kürzer, es wird kühler, die Schatten scheinen länger. Die Bäume färben ihr Kleid aus Blättern kunterbunt. Es wird Zeit kurz innezuhalten, die kühle Luft über das Gesicht streichen zu lassen, durchzuatmen, die Farben zu genießen.

So bunt wie das Blätterkleid der Bäume, so bunt ist auch unsere Gemeinde hier in Roth. Ganz verschiedene Menschen leben hier, feiern gemeinsam Gottesdienste und Jahresfeste, beten und glauben gemeinsam.

Möge Gott in dieser Herbstzeit bei uns sein - möge sein Licht leuchten in unserer bunten Welt. 

Ihre Evangelische Kirchengemeinde Roth

Nach dem ErnteDank-Gottesdienst am 01.10.2017 haben wir uns dieses Jahr auf den Weg nach Bernlohe gemacht. Energiegeladen und fröhlich ging es trotz des kühlen Wetters los. An drei Stationen haben wir uns intensiv ausgetauscht über LebensDank, Gott und unseren Glauben.

Fröhliche Glaubenslieder haben wir gesungen bei unserem zweiten Halt. Unser Gesang wurde begleitet von Günter Pfaffenritter und seiner lebendigen Gitarre. Schließlich kamen wir hungrig in Bernlohe an.

Bei einem gemeinsamen Grillen am Gemeindehaus in Bernlohe wurden wir uns auch der Größe unserer Kirchengemeinde Roth bewusst.

Wir ließen den Tag mit schönen und lustigen Erinnerungen ausklingen und fuhren am Nachmittag gemeinsam wieder zurück in die Rother Stadtmitte.

Es war eine schöne, gelungene Radtour, die wir gern einmal wiederholen möchten.

Ihre Vikarin Felizitas Böcher

Der Ernte-Dank–Altar in der Rother Stadtkirche war in diesem Jahr reichlich geschmückt.
Eine Besonderheit war das 2016 vom Pfaffenhofener Gemeindemitglied, Herr Wörner, gestiftete alte Wagenrad, das unser Mesner Norbert Wiendl „restaurierte“. Die Besucherinnen und Besucher des gut angenommenen Ernte-Dank–Gottesdienstes freuten sich ebenso wie die Taufeltern des darauffolgenden Taufgottesdienstes sowie Touristen und Neugierige. Herzlichen Dank allen, die wieder fleißig mitgeholfen haben. Die Gaben wurden wie immer für einen guten Zweck gegen eine Spende abgegeben.
Pfr Joachim Klenk & Team

Seit 40 Jahren gibt es sie, die „Offene Evangelische Jugend“ in Roth.

Hart erkämpft in den 1970er und 1980er Jahren, gut überlegt und gepflegt in den 1990er Jahren und verstärkt seit Beginn des 21. Jahrhunderts. Diakone, Ehrenamtliche, Jugendliche zeigten, dass es möglich und erfolgreich sein kann zusammenzuarbeiten. Eine Kirchengemeinde braucht Gruppen ebenso wie ein „offenes“ Angebot. Die Kirchengemeinde stellt den gesamten Kellerbereich des ev. Gemeindehauses in der Mühlgasse für diese „offene“ Arbeit zur Verfügung.

Ob Cafe, ob Band, ob Pub Quiz , ob Tanz, ob Diskussion, ob Filmabend, ob Ort der Jugendkirche – die Räume sind das Wohnzimmer vieler Jugendlicher gewesen und geworden. Heute nennt sich der Treff nicht mehr Caff oder Schemala, sondern Heldenzeit. Organisiert wird die Heldenzeit weitgehend von den Jugendlichen selbst. Diakon Martin unterstützt, lässt aber auch viel Raum zur Entfaltung. Gut so, denn wer denkt, diese Jugendlichen hätten nichts mit der Kirchengemeinde am Hut, der irrt.

Gut ein Drittel der heutigen Kirchenvorstände kommen aus der offenen evangelischen Jugendarbeit. Die Jugendlichen heute wirken in Gottesdiensten, bei Gemeindeveranstaltungen, in Gremien und Gruppen mit. Viele Konfirmanden finden über die offene Jugendarbeit zu einem Engagement in unserer Kirchengemeinde.

Gratulation und Gottes Segen!

Kürzlich waren zwei Frauen und zwei Männer aus Papua-Neuguinea, aus dem Partnerdekanat Menyamya zu Gast im Dekanat Roth-Schwabach.

Für fünf Tage machten sie auch in Roth Station, wo sie beim Partnerschaftsbeauftragten der Gemeinde Diakon Gerhard Stahl und der Familie von Kirchenvorsteher Paul Rösch Quartier fanden.

Gemeinsames Austauschen und voneinander Lernen – so beschrieb Sam Malon, der Leiter der Gruppe, das Hauptziel ihres Besuches. Dankbar nahmen sie deshalb auch die Einladung des Rother Kirchenvorstandes zu einer gemeinsamen Andacht und einer sich daran anschließenden Gesprächsrunde an. Trotz aller kulturellen, regionalen oder materiellen Unterschiede fanden sich viele gemeinsame Themenfelder wie z.B. die Kinderkirche, die Konfirmation oder die Rolle der Ehrenamtlichen in den Gemeinden.

Sehr herzlich bedankten sich die Gäste für die große Unterstützung während der großen Dürre im Jahr 2015. Mithilfe der gesammelten Spenden aus dem Dekanat Schwabach konnten Lebensmittel direkt an die vom Ernteausfall am schlimmsten Betroffenen gegeben werden.

Trotz der schwülen Hitze bedankten sich die Zuhörer bei dem erneut blendend aufgelegten Gospelchor Siyahamba mit Standing Ovations und nicht enden wollenden Zugaberufen. Aus Anlass seines 20-jährigen Jubiläums präsentierte der Chor in der nahezu vollbesetzten Ottilienkirche in Pfaffenhofen ein zweistündiges, buntes Programm aus Traditionells, Spirituells aber auch einer Neubearbeitung aus Anlass des diesjährigen Reformationsjubiläums.

Erneut gelang es den beiden Chorleitern Susi Hefele-Zellner und Dr. Eckard Ritter (Klavier), aus dem Chor die für den Gospelgesang so wichtige Mischung aus Emotionen und Präzision herauszulocken. Die Solisten Sigrid Scharf, Rebecca Maifeld, Sigfried Struller und Günter Pfaffenritter verursachten bei ihren Einsätzen bei vielen Zuhörern eine Gänsehaut oder die Assoziation zu der rauchigen Bassstimme eines Jo Cockers. Lysett Fuchs an der Trommel und die zwischen den Liedern teils heiteren, teils besinnlichen Texte von Gerda Klenk rundeten das Konzert ab.

Pfr. Manfred Hohnhaus, die jetztigen Chorleiter sowie der ganze Chor ließen es sich nicht nehmen, sich bei der Chorgründerin Christina Eberlein zu bedanken.